Wohnen in der Hamburger Innenstadt


Hamburg, 22. August 2018. In der Studie „Belebung der Innenstadt – Chancen und Herausforderungen innerstädtischen Wohnens in Hamburg 2018“ hat F+B für die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG die aktuellen Rahmenbedingungen, Trends sowie Chancen innerstädtischen Wohnens in Hamburg untersucht und mögliche Ansätze, Strategien und Instrumente zur weiteren Stärkung des Wohnens in der Innenstadt aufgezeigt.

 

Renaissance des Wohnens in der Hamburger Innenstadt

 

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Wohnen in der City ist gefragt. Einwohnerzahl in Altstadt, Neustadt und Hafencity ist seit 2000 um fast ein Drittel auf 18.300 gestiegen. Die Innenstadt ist damit deutlich dynamischer gewachsen als Hamburg insgesamt. 70 Prozent der Innenstadtbewohner, knapp 12.700, lebten 2016 in der Neustadt. Ihre Zahl ist seit 2010 um sieben Prozent gewachsen. In der Altstadt wohnten knapp 2.300 Menschen (plus 36 Prozent) und in der HafenCity hat sich die Einwohnerzahl seit 2010 auf rund 3.300 Menschen verdreifacht.

 

Teures Wohnen in Hamburg

 

Seit 2010 sind in Hamburg die Wohnungsmieten im Bestand (plus 23 Prozent) doppelt so stark wie im Neubau (plus 11 %) gestiegen. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen verzeichneten im selben Zeitraum einen Anstieg von 79 Prozent im Bestand und 57 Prozent im Neubau. Im Vergleich mit den fünf größten Städten in Deutschland befindet sich die Entwicklung des Preisniveaus und der Preisdynamik von Hamburg im Mittelfeld.

 

In den Stadtteilen der Innenstadt zu wohnen ist erwartungsgemäß teurer als im Hamburger Durchschnitt. Für eine Neubauwohnung zur Miete musste hier 2017 durchschnittlich vier Euro pro Quadratmeter mehr gezahlt werden (18,64 Euro/m²). Seit 2010 sind die Neubaumieten im Zentrum mit einem Plus von knapp 23 Prozent doppelt so stark wie in Hamburg insgesamt gestiegen.

 

Perspektiven für mehr Wohnen in der Innenstadt

 

Nach Einschätzung der für die Studie befragten Experten bietet die Hamburger Innenstadt hervorragende Voraussetzungen dafür, dem städtebaulichen Prinzip der nutzungs- und sozialgemischten, nachhaltigen Stadt zu entsprechen. Neben dem Neubau sind zahlreiche planerische Möglichkeiten vorhanden, den Wohnanteil in der Innenstadt zu erhöhen.

 

Mehr Wohnen in der Innenstadt heißt auch, dass Angebote im Bestand und Neubau, zur Miete und im Eigentum bereitgehalten werden, die den unterschiedlichen Wohnwünschen und -ansprüchen sowie den (finanziellen) Möglichkeiten der Wohnungsnachfrager entsprechen. Des Weiteren gehen die Experten davon aus, dass das Wohnumfeld mit wachsender Einwohnerzahl eine immer höhere Bedeutung erhält. Mit ergänzenden Nutzungen, wie z.B. Angebote der sozialen Infrastruktur in den Erdgeschossbereichen, sollte die Chance genutzt werden, mit individuellen Lösungen vielfältigen Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen zu schaffen.

 

Hier gelangen Sie zur Studie: Innerstädtisches Wohnen in Hamburg 2018

Ansprechpartner

Visitenkarte Dr. Volker Reimann


Dr. Volker Reimann
vreimann@f-und-b.de
(0 40) 28 08 10-15

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